Wann ist der beste Zeitpunkt sich mit der MPU zu beschäftigen?

So früh wie möglich. Denn dann kann man die Zeit bis zur MPU gut nutzen, um den Schock oder Schreck der Auffälligkeit zu verarbeiten, aus dem Fehler zu lernen und Veränderungen herbeizuführen. So kann man dann in der MPU eine Menge konkrete und persönliche Veränderungsbeispiele nennen, was den Gutachter viel mehr überzeugt als kurz vor der MPU auswendig gelernte Sätze wie: „ich bin soviel ruhiger geworden“.

Legen Sie sich doch einen Zettel neben das Bett und schreiben Sie ab und zu auf, was sich im Vergleich zu früher konkret verändert hat. Setzen Sie sich Ziele was sich überhaupt verändern soll, z.B. Ich möchte mutiger werden oder ich möchte gelassener bleiben oder ich möchte meinen inneren Schweinehund besser erziehen und mal mehr für meinen Körper tun, indem ich Sport mache.

Das schwierige aber ist die Umsetzung. Wir Menschen fallen alle so gerne in alte Verhaltensmuster zurück, die manchmal schon seit Generationen in der Familie eingeübt wurden. Die MPU bietet dabei einen guten externen Anreiz, jetzt wirklich mal loszulegen, das was man schon immer mal verändern wollte, anzugehen.

Hierbei unterstütze ich Sie gerne als Diplom Psychologin und Fachpsychologin für Verkehrspsychologie mit verhaltenspsychologischen, tiefenpsychologischen und hypnotherapeutischen Techniken.

 

Geht es in der MPU nur um Drogen, Alkohol, Punkte oder Straftaten?

Nein, es geht um ihr persönliches Leben, die Delikte sind oft nur Symptome dafür, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist: eine Trennung nicht verarbeitet wurde, eine Problem mit der Ausbildung nicht gelöst wurde, Konflikte in der Familie bestehen oder auf individueller Ebene Selbstwertprobleme, vielleicht eine Hyperaktivität vorliegt. Es geht in der MPU also um den persönlichen und biographischen Hintergrund der Auffälligkeiten.

 

Was tun bei MPU Prüfungsangst?

Mit dem Gutachter in einem Boot sitzen. Der will das gleiche wie Sie, nämlich, dass Sie in Zukunft nicht mehr auffallen. Also helfen Sie sich und dem Gutachter, indem Sie sich sicher machen, wirklich gute persönliche und passgenaue Strategien gefunden haben, um eine erneute Auffälligkeit zu vermeiden.

Des Weiteren hilft es sehr, sich seine eigene Angst bewusst zu machen und dem Gutachter davon zu berichten.

In unseren Gesprächen arbeiten wir oft auch alte „Prüfungsmisserfolgserlebnisse“ auf, beziehungsweise schöpfen Zuversicht aus alten Erfolgserlebnissen.

Sie lernen auch Atemtechniken zur Angstreduktion und gerne auch Entspannungstechniken, z.B. Muskelrelaxation nach Jakobsen, Autogenes Training bzw. wir etablieren einen sicheren inneren Ort, wie es in der Hypnosetherapie gerne gemacht wird. Eine herrliche Übung, die Sie nie vergessen werden.

 

Wann bin ich fit für die MPU?

Wenn ich wirklich gute Strategien gefunden habe, eine erneute Auffälligkeit zu verhindern. Wenn ich gelernt habe mich gut wahrzunehmen, mich selbst zu regulieren und über die Hintergründe der Auffälligkeit berichten kann.

Wenn ich keine Drogen mehr nehmen will. Wenn ich die Schuld nicht mehr bei anderen suche, wenn ich Selbstverantwortung übernehme, wenn ich etwas an meiner Lebenssituation zum Positiven verändert habe oder zu mindestens dabei auf einem guten Weg bin.

Wenn Sie jetzt denken, das sind hochgesteckte Ziele dann haben Sie recht. Also legen Sie los. Es ist leichter als Sie denken.

 

Wann bin ich noch nicht fit für die MPU?

Wenn es mir noch sehr sehr schwerfällt über mich und meine vergangenen Fehler zu sprechen, wenn ich keinen detaillierten Plan für die Zukunft habe, wie ich eine erneute Auffälligkeit vermeiden kann. Wenn ich nicht offen mit dem Thema MPU oder den Gründen für die Auffälligkeit umgehen kann.

Wenn ich kein ausreichendes Screening Programm durchlaufen habe. Wenn ich als Drogenauffälliger zu viel Alkohol trinke, wenn sich an der äußeren Situation gar nichts ändert, wenn ich mich als Opfer fühle und die Verantwortung abweise. Wenn ich nur Druck habe.

 

Wie lange muss ich zum Screening?

Damit müssen Sie rechnen:

Bei Alkoholabstinenznotwendigkeit (Diagnoseziffer A1 oder A2) in den aller aller meisten Fällen 1 ganzes Jahr, d.h. 6 ETG Screenings oder 4 Haaranalysen (jeweils nach 3 Monaten). Bei Alkoholabhängigkeit (A1) beginnt der Nachweiszeitraum erst nach Ende der Therapie.

Bei kontrolliertem Alkoholkonsum (A3) gar kein Nachweis oder ½ Jahr oder Nachweis der konsumierten Alkoholmenge mittels Haaranalyse – je nach individueller Lage des Falls.

Bei Cannabis je nach Schweregrad der Problematik ein halbes (D3) oder ein ganzes Jahr (D2). Im halben Jahr 4 Urinscreenings oder 1 Haaranalyse (6cm Haar, unbehandelt, nicht gefärbt), im ganzen Jahr 6 Urinscreenings oder 2 Haaranalysen.

Bei härteren Drogen 1 Jahr Screening (6 Urinanalysen oder 2 Haaranalysen) . Bei Abhängigkeit D1 ein Jahr nach Abschluss der Therapie (6 Urinanalysen oder 2 Haaranalysen) plus eventuell auch Alkoholabstinenznachweis.

Ich helfe gerne beim Einsortieren. Es gibt sehr differenzierte Kriterien dafür, ob man in die Kategorie A1, A2 oder A3 oder D1, D2 oder D3 fällt. Am Besten man ist sich mit seinem Gutachter darüber einig. Wenn der Gutachter Sie nicht einsortieren kann, fallen Sie durch. Das ist dann die Hypothese 0: der Klient kann sich nicht genug öffnen, der Gutachter bekommt zu wenig Informationen oder der Klient gibt widersprüchliche Angaben.

Achtung:

Alle Screenings müssen von zugelassenen Stellen und Laboren durchgeführt werden! Es muss darauf geachtet werden, dass alle Substanzen, die im individuellen Fall wichtig sind, überprüft werden.

 

 

MPU-Vorbereitung was für ein Mist …. manchmal stimmt das mit dem Mist…

Pauschale Vorbereitungen ohne den persönlichen Hintergrund zu behandeln sind von schlechter Qualität. Pauschal ist z.B. wenn nur von Stress geredet wird. Dann soll der Stress die Auffälligkeit erklären. Das ist viel zu oberflächlich!

Besser: Wie habe ich den Stress hergestellt? Was für Denkmuster führen zum Stress? Wie kann ich diese Denkmuster erkennen? Wie bearbeiten, wie ändern? … das sind die richtigen Fragen. Es sollte um Sie als ganze Person in Ihrem Lebensraum gehen, in Ihren Familien und Arbeitsbereichen. Dann wird aus der MPU-Vorbereitung eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Denn der Führerscheinverlust ist immer ein wichtiger Wink mit dem Zaunpfahl!

 

 

Was kann ich tun um mich selber gut vorzubereiten?

Zuerst sollte ich die Gründe für den Führerscheinverlust herausfinden. Was liegt als tieferer Grund hinter der Situation des Führerscheinverlusts. Auch wenn Pech oder Fremdverschulden mit an der Situation beteiligt waren – was ja oft der Fall ist – hat es etwas mit mir persönlich zu tun, dass ich den Führerschein verloren habe.Tägliche Lösungsgymnastik….

Alkohol, Drogen oder Punkte sind manchmal bewusste, oft aber unbewusste Lösungsversuche von Aufgaben oder Problemen oder Anforderungen durch Situationen. Solche Aufgaben, Probleme oder Situationsanforderungen können Vieles sein: Entspannung, die Party, Stress, Alkohol, Drogen und Punkte sind allerdings teure Lösungsversuche was den Führerschein angeht.